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Werkstatt Frankfurt e.V.
Angebote für Arbeitsuchende

Frankfurter Weg zum Berufsabschluss

Neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Mit dem „Frankfurter Weg zum Berufsabschluss“ erhalten langzeitarbeitslose Erwachsene eine zweite Chance einen Berufsabschluss zu erwerben.

Teilnehmen an den Qualifizierungmaßnahmen können Arbeitsuchende im Alter von 25 bis 45 Jahren, die

  • un- oder angelernt sind
  • Berufserfahrung, aber keinen Berufsabschluss haben
  • eine Ausbildung abgebrochen haben
  • Berufsabschlüsse im Ausland erworben haben, die in Deutschland nicht anerkannt werden
  • von den Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht mehr für die Erstausbildung eingestellt werden
  • die Mitarbeit und Qualifizierung im Arbeitsprozess als förderlich für Ihre Entwicklung ansehen.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Berufen finden Sie in der rechten Spalte.

Die Qualifizierungen  in 11 Berufen finden in den Betrieben von Werkstatt Frankfurt statt.

Der Frankfurter Weg zum Berufsabschluss ist in drei Stufen gegliedert

Die Gliederung des „Frankfurter Weg zum Berufsabschluss“ in drei Stufen (jeweils 12 Monate) erleichtert den Teilnehmer/-innen die Entscheidung für diese Qualifizierung. Sie binden sich lediglich für eine Stufe und entscheiden sich erst nach 12 Monaten für die Fortsetzung, die ihren Entwicklungsfortschritten entspricht. Der Stufenwechsel ist nach einer erfolgreichen Stufenabschlussprüfung möglich. Die Prüfung nach Stufe 2 entspricht dem Niveau einer Zwischenprüfung in der dualen Ausbildung.

Jede Stufe beinhaltet so genannte Qualifizierungsbausteine. Welche und wie viele Qualifizierungsbausteine der einzelne in der jeweiligen Stufe erreichen kann, ist abhängig von der Berufsrichtung. Durchschnittlich werden 2 bis 4 Qualifizierungsbausteine in einem Umfang von jeweils 200 - 400 Stunden in einer Stufe absolviert. Werkstatt Frankfurt hat dieses Konzept gewählt, weil Qualifizierungsbausteine den Arbeitgebern bekannt sind und sie als Zertifikate der Kammern höher bewertet werden als Zertifikate.


Das Konzept der Frankfurter Wegs zum Berufsabschluss

Aus der jahrelangen Zusammenarbeit mit Menschen, die über 25 Jahre und langzeitarbeitslos sind, kennt Werkstatt Frankfurt  deren Lern- und Leistungsbereitschaft. Und so wurde mit dem Frankfurter Weg zum Berufsabschluss eine Qualifizierung entwickelt, die die Vorstellungen möglichst Vieler erfüllt:

  • Ein Angebot, das selbstständiges Arbeiten und selbstorganisiertes Lernen – wichtige Kompetenzen für ein erfolgreiches Berufsleben - in den Mittelpunkt stellt und nicht nur prüfungsorientiert ist
  • Ein „offenes System“ für diejenigen, die sich vielleicht keine „komplette“ Berufsausbildung zutrauen, das ihnen aber erlaubt, sich zu qualifizieren und mitzuarbeiten, so wie sie es sich vorstellen und wünschen. Wenn dabei ihr Selbstvertrauen wächst und  sie merken, wie leistungsfähig sie sind,  können sie weitermachen - und zwar in der Zeit, die sie brauchen (längstens aber die übliche Ausbildungsdauer).
  • Ein Angebot für Menschen mit Berufsabschlüssen bzw. Berufserfahrung aus anderen Ländern, die ihr Wissen und ihre Kompetenzen durch in Deutschland übliche Zertifikate anerkennen lassen und ggf. fehlendes Wissen und Kompetenzen erwerben möchten.

Der „Frankfurter Weg zum Berufsabschluss“ ist eine mehrstufige  Qualifizierung in Modulen, die bis zu einem anerkannten Berufsabschluss (§ 45 BBiG - Externenprüfung) führen kann. Das Ziel ist es, wie auch in der dualen Berufsbildung nach dem  Berufsbildungsgesetz, berufliche Handlungsfähigkeit zu erlangen und die erforderliche Berufserfahrung im Arbeitsprozess zu ermöglichen.

Der „Frankfurter Weg zum Berufsabschluss“ kombiniert mehrere Lernorte und Elemente: Die Mitarbeit im Betrieb und die Qualifizierung im Arbeitsprozess, damit das Lernen, die Umsetzung und das Einüben des Gelernten sinnvoll verbunden wird; Qualifizierungsbausteine, die von den Kammern zertifiziert sind; die Mitarbeit in moderierten Lern- und Arbeitsgruppen, um den Lern- und Arbeitsprozess zu reflektieren und fachtheoretisches Wissen und Prüfungswissen zu erarbeiten  u.v.m.


Starke Partner: IHK, Handwerkskammer und Jobcenter

Für das Konzept „Frankfurter Weg zum Berufsabschluss“ hatte Werkstatt Frankfurt starke Partner: die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main und die Handwerkskammer Rhein-Main, mit denen zusammen der „Frankfurter Weg“ entwickelt wurde. Werkstatt Frankfurt hat mit den Kammern geklärt, dass Qualifizierungsbausteine als Nachweise der Mitarbeit und Qualifizierung anerkannt werden und die Grundlage für die Anmeldung zur Externenprüfung auf der Basis des Berufsbildungsgesetzes bilden.

Mit dem Jobcenter Frankfurt wurde die Relevanz für den Arbeitsmarkt geklärt und abgestimmt. Arbeitgeberverbände und örtliche Berufsbildungsausschüsse wurden für ein stabiles und funktionierendes Netzwerk mit einbezogen.

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