Vielfältige Tätigkeitsfelder für Bundesfreiwillige
Die Dienstleistungen der Betriebe von Werkstatt Frankfurt sind auf das Gemeinwohl von Frankfurter Bügerinnen und Bürger ausgerichtet.
So stellt Werkstatt Frankfurt bespielsweise mit derzeit drei Smart Märkten die Nahversorgung in einigen Frankfurter Stadtteilen sicher, weil es dort keinen Lebensmittel-Vollsortimenter mehr gibt und auch kein privates Unternehmen interessiert war, einen Lebensmittelmarkt dort zu eröffnen. In den Smart-Läden können insbesondere ältere und gehbehinderte Bürgerinnen und Bürger ortsnah alles bekommen, was sie zum täglichen Leben brauchen.
Mit dem Stadtteilservice, der von der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth als „Ortsdiener-Projekt“ initiiert und unter diesem Namen bundesweit bekannt wurde, trägt Werkstatt Frankfurt maßgeblich zur Verbesserung der Sauberkeit in der Stadt bei. Mit dem Projekt ffmnaturnah im Rahmen des Stadtteilservice hat Werkstatt Frankfurt die naturnahe Pflege des rund 80 Quadratkilometer umfassenden Grüngürtels übernommen, Frankfurts wichtigstem Naherholungs – und Landschaftschutzgebiets, das allen Bürgerinnen und Bürgern jederzeit und kostenfrei zur Verfügung steht.
Das Veranstaltungsmanagement in Bonames hält die Infrastrukur rund um den Alten Flughafen inmitten des Grüngürtels aufrecht; es pflegt das Gelände, begleitet Veranstaltungen und kooperiert mit Vereinen und dem Umweltamt der Stadt.
Und das Ziel des Recyclingzentrums ist es, eine ökologisch besonders hochwertige Verwertung gesammelter Abfälle. An erster Stelle steht die Wiederverwendung, insbesondere von Elektro-Altgeräten und Möbeln. Nicht mehr verwendbare Produkte werden so weit als möglich von Schadstoffen befreit und so weit zerlegt, dass die darin enthaltenen Wertstoffe optimal zurückgewonnen werden können.
Mehr als Bundesfreiwilligendienst
In all diesen Betrieben der Werkstatt Frankfurt können Bundesfreiwillige sinnhafte Tätigkeiten für das Gemeinwohl dieser Stadt durchführen. Gleichzeitig können sie selbst herausfinden, welche Kompetenzen sie besitzen, denn wir ermöglichen es unseren Freiwilligen auch zwischen den verschiedenen Einsatzstellen zu wechseln. Jede/r, der das will, kann dann in der favorisierten Einsatzstelle eine arbeitsintergrierte Qualifzierung durchlaufen und sie mit einem anerkannten Zertifikat abschließen.
Bei Werkstatt Frankfurt wird die berufsabschlussbezogene Qualifizierung im Arbeitsprozess durch Qualifizierungsbausteine strukturiert. Qualifizierungsbausteine sind ein durch die Berufsausbildungsvorbereitungs-Verordnung definiertes Zertifikat im Rahmen der von den Kammern überwachten Berufsbildung. Teilnehmer/-innen erhalten über erfolgreich abgeschlossene Qualifizierungsbausteine ein Zertifikat der zuständigen Kammer (Handwerkskammer, bzw. Industrie- und Handelskammer). Werden alle Elemente eines Ausbildungsrahmenplanes durch solche Qualifizierungsbausteine erarbeitet, lässt die zuständige Kammer zur externen Berufsabschlussprüfung zu. Durch dieses Verfahren ist es gewährleistet, dass alle Lern- und Bildungserfolge unserer Teilnehmer/-innen zu konkreten, anerkannten Zertifikaten führen und auch im Erwachsenenalter noch ein Berufsabschluss erreicht werden kann.
Teilnehmer/-innen im Bundesfreiwilligendienst wollen wir in dieses System der Qualifizierungsbausteine integrieren und auch im Rahmen von zweijährigen Verpflichtungen zum Bundesfreiwilligendienst die Berufsabschlussprüfung ermöglichen.
Setzen wir zum Beispiel BFD-Teilnehmer/-innen in unseren Smart – Lebensmärkten ein, können diese eine anerkannte Ausbildung zur/m Verkäufer/in (IHK) absolvieren. Im Stadtteilsservice kann der Abschluss zum/zur Gebäudereiniger/in, bei ffmnaturnah der Abschluss zur Fachkraft im Garten- und Landschaftsbau erreicht werden. Dies sind nur einige Beispiele. Bei Werkstatt Frankfurt bieten wir Berufsabschlüsse in 18 verschiedenen Berufen an.
Es wird deutlich, dass Werkstatt Frankfurt beabsichtigt, den Bundesfreiwilligendienst nicht nur als eine Möglichkeit zu betrachten, einen Arbeitseinsatz für das Gemeinwohl zu erbringen. Vielmehr fühlen wir uns verpflichtet, den Bundesfreiwilligen auch eine persönliche Weiterentwicklung bis hin zum Berufsabschluss zu ermöglichen. Der Berufsabschluss ist nun einmal die wesentlichste Voraussetzung für einen erfolgreichen Start, bzw. den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.